 Effizienzvergleich zwischen konventionellem und Brennwert-Kessel (Bild: Schmeller bad&heizung, Waldsassen) |
Die fossilen Brennstoffe (Öl und Gas) sind die bewährten Klassiker unter den Energieträgern. Steigende Preise und schwindende Reserven machen höchste Effizienz jedoch zum absoluten Muss. Hier empfiehlt sich eine moderne Brennwertanlage: Während bei herkömmlichen Brennern bis zu 6 Prozent der Heizenergie ungenutzt durch den Schornstein entweicht, beträgt bei Brennwertkesseln dieser Verlust nur noch 1 Prozent. Moderne Brennwertgeräte überwachen die Verbrennung lückenlos und sorgen damit zu jedem Zeitpunkt für eine optimale Verbrennungsleistung.
 Holzpellets (Bild: D-Kuru / Wikimedia Commons cc-by-sa) |
Umweltbewusst und sparsam kommt Holz in modernen Heizungsanlagen zu neuen Ehren, sei es als Scheitholz oder Holzpellet. Scheitholzkessel ziehen die Wärme für die Zentralheizung aus der lang anhaltenden Glut massiver Holzscheite. Ausgereifte Regeltechnik und ein Wirkungsgrad von über 90 Prozent sorgen für maximale Energieausbeute. Bequem, da sie vollautomatisch zur Heizanlage transportiert werden, sind Holzpellets; jedoch wird dafür ein geeigneter Lagerraum benötigt. Es gibt auch Kombi-Kessel, die sowohl Scheitholz als auch Pellets verarbeiten können.
Die meisten Heizungsanlagen lassen sich untereinander kombinieren, zum Beispiel ein Scheitholzkessel mit einer (vorhandenen) Ölheizung. Und beide kann man wiederum mit einer Solarthermieanlage auf dem Dach verbinden. Sie gewinnt Heizenergie direkt aus der Sonne; der Kessel muss nur noch „zuheizen“. Auch viele vorhandene Heizungsanlagen lassen sich damit sparsamer und umweltfreundlicher gestalten. Durch eine solche Kombi-Anlage lässt sich der Primärenergiebedarf eines Hauses erheblich senken – wichtig für Bauherren, die die strengen Auflagen der EnEV 2009 erfüllen müssen.
Heizen mit Strom führt zu Recht heutzutage nur noch ein Nischendasein. In gut isolierten Häusern mag für manche Räume, zum Beispiel das Bad, eine Elektro-Fußbodenheizung in Frage kommen; alle Räume mit Strom zu heizen ist jedoch nicht wirtschaftlich. Elektrizität sollte bestenfalls als Antriebsquelle für eine Wärmepumpe dienen. Diesem wichtigen Thema haben wir auf energieimpuls-oberpfalz.de ein eigenes Kapitel gewidmet.