 (Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio) |
Die meisten Heizungsanlagen in Deutschland werden mit den fossilen Brennstoffen Öl und Gas betrieben. Diese verursachen alljährlich während der Heizperiode einen CO2-Ausstoß von rund 140 Millionen Tonnen. Denn von den rund 15 Millionen Heizungsanlagen sind fast ein Drittel älter als 15 Jahre, 16 Prozent sogar älter als 19. Bei einer Überprüfung hinsichtlich des Energieverbrauchs und des Schadstoffausstoßes erhielten im Jahr 2008 vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 650.000 Geräte das Urteil „mangelhaft“.
Experten schätzen, dass bei sofortiger Modernisierung aller Heizkessel pro Jahr etwa 2,6 Milliarden Kubikmeter Erdöl bzw. 2,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas eingespart werden könnten. In den meisten Einfamilienhäusern könnte der Ausstoß des Klimagases CO2, der durch Heizung und Wassererwärmung verursacht wird, um 60 Prozent und mehr gesenkt werden. Dazu wäre es notwendig, eine gute Wärmedämmung und dichte Fenster mit einer modernen Heizungsanlage zu kombinieren.
Eigentümer, die ihre Gebäude komplett oder teilweise sanieren, und Bauherren, die neu bauen, müssen seit dem 1. Oktober 2009 ohnehin Auflagen erfüllen, die sich seit der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2007 noch einmal erheblich verschärft haben. Wird ein Haus neu gebaut, muss sein Jahresprimärenergiebedarf um 30 Prozent niedriger sein als noch 2007. Bei größeren Baumaßnahmen an Altbauten (Dämmung der Wände oder Austausch von Fenstern) müssen die verwendeten Bauteile um 30 Prozent bessere energetische Werte aufweisen als bisher – oder man senkt den Gesamtenergiebedarf durch Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Eine moderne Anlage lohnt sich aber auch finanziell. So spart man zum Beispiel durch den Einbau einer modernen Öl- oder Gas-Brennwertheizung, kombiniert mit einer solarthermischen Anlage zur Wassererwärmung, bei einer Investition von rund 9.000 Euro jedes Jahr 1.000 Euro an Heizkosten ein.
Mit entsprechendem Aufwand ist es heutzutage technisch möglich, einen Altbau in ein modernes Niedrigenergie-Haus umzuwandeln. Der erste Schritt dazu sind Dämmmaßnahmen (Kellerdecke, obere Geschoßdecke, Rohrleitungen) und der Einbau elektrischer Thermostat-Ventile. Der Austausch der Heizung kann dann als letzter Schritt erfolgen. So können die notwendigen Investitionen auch über einen längeren Zeitraum verteilt erfolgen.
Um die für Sie sinnvollste Lösung zu finden, sollten Sie gerade bei einem so großen Projekt, wie es eine Heizungserneuerung ist, einen unabhängigen Energieberater hinzuziehen.